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Mykologisches Seminar in Oderberg

Vom 24. bis 26. September 2021 veranstaltete der NABU Brandenburg im Rahmen des Projektes Erlebnis Artenvielfalt ein mykologisches Wochenend-Seminar. Mit unserem langjährigen LFA Mitglied Martin Schmidt haben wir unterschiedliche Lebensraumtypen und die mykologische Flora unter die Lupe genommen.

Vom 24. bis 26. September 2021 veranstaltete der NABU Brandenburg im Rahmen des Projektes Erlebnis Artenvielfalt ein mykologisches Wochenend-Seminar. Mit unserem langjährigen LFA Mitglied Martin Schmidt haben wir drei unterschiedliche Lebensraumtypen und die mykologische Flora unter die Lupe genommen.

Ein voller Korb mit Pilzen zum Bestimmen – Foto: NABU / Sandra Mohr

NABU-Projekt Erlebnis Artenvielfalt

Wieviel Spaß Artenvielfalt machen kann und wie faszinierend die Arten, die mit uns in Brandenburg zusammenleben, eigentlich sind, stellt unser Projekt „Erlebnis Artenvielfalt“ vor. Der ökologische aber auch gesellschaftliche Wert von Biodiversität soll vermittelt, naturkundlich interessierte Menschen vernetzt und Möglichkeiten für ein eigenes ehrenamtliches Engagement aufgezeigt werden. Gemeinsam mit unseren acht Landesfachausschüssen und dem botanischen Verein wollen wir Artenkenntnis zu Pflanzen-, Pilz- und Tiergruppen vermitteln.


Mykologisches Seminar in Oderberg

Oderberg, oder besser gesagt das Bundesland Brandenburg, ist eiszeitlich geprägt. Die Gletscher der letzten Kaltzeit, die Weichsel-Eiszeit (115.000 – ca. 10.000 v. Chr.), haben sich bis ins südliche Brandenburg vorgeschoben und die Oberfläche damit nachhaltig geprägt. Nach Rückzug der Gletscher haben abfließende Schmelzwässer und Sandverlagerungen durch Wind eine Vielzahl an charakteristischen Landschaftsformen entstehen lassen. In Landkreis Barnim sind z. B. das Niederoderbruch, steile zum Niederoderbruch abfallende Trockenhänge (wie der Pimpinellenberg), sowie Toteis-Seen zu nennen.  Diese sind aus großen Eisblöcken die die Gletscher hinterlassen haben entstanden

Mykologisches Seminar in und um Oderberg

Vom 24. bis 26. September 2021

Bericht des Wochenend-Seminars:

Der NABU Brandenburg und die Interessengemeinschaft Märkischer Mykolog*innen (IMM) haben am letzten September-Wochenende Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse zu einem mykologischen Seminar in Oderberg eingeladen. 17 Teilnehmende aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind dieser Einladung gefolgt.

Ziel der Veranstaltung war es, den Blick der Teilnehmenden über den Tellerrand (im wahrsten Sinne des Wortes) hinaus zu schulen. Denn nicht nur die bekannten und beliebten Speisepilze wie Steinpilz, Marone oder Pfifferling wollten wir erkunden. Von den knapp 10 000 in Deutschland vorkommenden Großpilzen (Fruchtkörper über 1mm), ist nur ein Bruchteil von etwa 200 Arten essbar. Nur wenige sind giftig. Der Großteil ist schlichtweg nicht genießbar. Die Entdeckung dieser Vielfalt, aber auch die Aufgaben der Pilze im Ökosystem sowie die fachgerechte Bestimmung mit einschlägiger Literatur standen an diesem mykologischen Wochenende im Fokus.

Dr. Martin Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des LFA Mykologie, und Frau Astrid Schipper leiteten mit ihrer langjährigen Expertise das Seminar. Sie führten uns an drei Exkursionen durch verschiedene Lebensräume: Mischwald, Buchen- und Auenwald sowie Trockenrasen.

Die die begeisterten Finder*innen erhielten von den Expert*innen grundlegendes Wissen zur Merkmalsbestimmung von Pilzen und konnten selbstständig ihren Lieblingspilz ansprechen und versuchen zu bestimmen. Dabei haben wir festgestellt, dass es mit einem Wochenendseminar noch lange nicht getan ist: Die Sicherheit in der Bestimmung von Pilzen ist ein Lernprozess über Jahre.

Zudem begleitete uns der Gebietsbetreuer Maik Goier auf den Pimpinellenberg – seit 2010 sind Teile davon Eigentum des NABU Brandenburg – und berichtete uns von der Trockenfläche, dem zu leistenden Unterhalt und der Artenvielfalt. Mit Sonne im Gesicht und einer fantastischen Aussicht auf das Niederoderbruch ging unser Wochenende zu Ende. Den krönenden Abschluss hat unser Mykologe Martin Schmidt präsentiert: den Sternstäubling (Mycenastrum corium). Eine zur Gattung der Erdsterne zugehörige Art, die als Saprobiont (sich von toter bzw. zersetzender organischer Materie ernährend) auf sandigen Böden lebt, aber selten zu finden ist.

Beim mykologischen Wochenendseminar in Oderberg haben die Teilnehmenden über sage und schreibe 120 Pilzarten gefunden. Von A wie Ahorn-Runzelschorf (Rhytisma acerinum) bis Z wie Zitzen-Stielbovist (Tulostoma brumale) war eine große Fülle interessanter und selten beachteter Pilzarten dabei.

Die Fundliste kann hier angeschaut bzw. heruntergeladen werden.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden sowie an die Personen, die uns dieses unvergessliche Wochenende ermöglicht haben!


Jahrestagung der IMM 2022

Die diesjährige IMM-Tagung findet vom 06.10. bis 09.10.2022 im Schloß Gadow, bei Wittenberge, statt. Ziel dieser Jahrestagung ist es u.a. bestehende Kartierungslücken zu schließen. Zudem

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Arbeit mit Bestimmungsschlüssel, Apps und Pilzführer. Foto: NABU/Sandra Mohr
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